019 Bücher zu verschenken

Gespräch zwischen @christorpheus und @adloquii

Ergänzungen zum Besprochenen:

Öffentlicher-Bücherschrank.de
Mitfahrticket.de
Begleitschaden (Twitter)
Etherpad von Begleitschaden (Bücher zu verschenken)
Zettelkasten von @Christorpheus

Ethik bei Luhmann (eine Fundstelle):
Ethik ist eine Unterscheidungspraxis, die zwischen Standards und Verhaltensweisen in der Form konformes/abweichendes Verhalten unterscheidet, oftmals sogar moralisch in der Form gut/schlecht.
Abweichungen werden auf Verhalten zugerechnet, statt auf unpassend gewählte Standards.
Vgl. Luhmann, Die Realität der Massenmedien, S. 144

Kommentar von Klaus Kusanowsky: Selbstorganisation kann man nicht organisieren:

Organisation bei Dirk Baecker (eine Fundstelle):
– Organisation ist die Kontrolle und Regulation von Arbeit.
– Sie regeln, innerhalb welcher Arbeitsteilung von wem zu welchen Zeitpunkten welche Arbeitsschritte zu vollziehen sind und sorgen dafür, dass Ergebnisse und Umstände der Arbeit auf eine Art und Weise dargestellt ewrden, die der Organisationsumwelt ermöglicht, damit einverstanden zu sein.
Vgl. Baecker, Studien zur nächsten Gesellschaft, S. 57

Aufwachen Podcast

Bücher zu verschenken finden sich unter anderem hier:

Differentia
Libellus
Twitter: #bzv

Ein Gedanke zu „019 Bücher zu verschenken“

  1. Erst mal muss ich sagen, dass der Podcast formal super gemacht ist!
    Mit dem vorhergehenden Format war ich formal ein bisschen unzufrieden, weil ich Soundcloud als Plattform extrem suboptimal finde.

    Das hier ist ziemlich perfekt!
    Auch die Kommentarfunktion ist Übersichtlich und zugänglich, ohne störenden design Schnickschnack.

    Klappt das auch, wenn ich hier im Kommentar eine Sprungmarke setzen möchte? (Das hab’ ich noch nicht probiert…)

    Bei dem Punkt “Netzwerkgesellschaft” (bei ~ 33:49) stellt ihr die Frage, wie man sich denn so’was wie dezentrale Indizes oder Register vorstellen könnte.

    Ich hab’ das vorhin schon auf Twitter zu formulieren versucht, wie ich mir das vorstellen könnte:
    → Dezentrale Register wären redundant verteilte Register, die mittels Meta-Indizes Änderungen abgleichen.(?)

    Ich verstehe natürlich, dass das die technologische Umsetzung verlässlicher Indizes im Rahmen dezentraler, vermaschter Netze kein triviales Problem ist.
    Da gibt es ganz offenbar fiese Stolperfallen, beim Abgleich von Änderungen in verteilten Listen oder Indizes.
    Und das ist das zentrale Problem, das zu bewältigen wäre, wenn man sich gerne unabhängig von den etablierten Plattformen vernetzen möchte.
    Man kann sich aber auch ganz leicht vorstellen, dass man an geeigneten Knotenpunkten auch “hochverfügbare” Repositories zur Sicherung und zum Abgleich wichtiger Indizes und Register einrichtet.
    Man könnte sozusagen, quasi-zentrale Plattform-Infrastrukturen mit dem dezentralen Approach verknüpfen…
    Demnach können dezentrale Dienste und Knoten auch auf einen zentral gelisteten Index auf einer Plattform wie “Öffentlicher-Bücherschrank.de” zugreifen.
    (Das wäre dann ein zentrales Repository für Informationen, die im Rahmen dezentral konzipierter Systeme mitbenutzt werden kann.)

    Aber letztlich funktioniert so etwas wie “Bücher verschenken/ verleihen” oder “Bücher sammeln & verteilen” auch komplett durch den automatisierten Abgleich von Änderungen in verteilten Registern oder Indizes.
    Das schlimmste was passieren kann ist, dass man ein Buch auf einem Index sucht, der noch nicht aktualisiert ist.
    Dann hat man entweder Glück und der Eintrag, den man findet enthält noch aktuelle Daten… oder man findet später bei der Kontaktaufnahme zum registrierten Anbieter heraus, dass das Buch, das man sucht bereits vergeben ist.
    Dann kann man aber auch davon ausgehen, dass der Anbieter darüber informiert ist, an wen er das gesuchte Buch zuletzt weitergereicht hat.
    So findet man letztlich trotzdem, was man sucht:
    Einen Ansprechpartner im Netzwerk, den man fragen kann, ob oder wann man das Buch haben darf, das man lesen möchte.

    Ich habe zur Jahrtausendwende mal Webseiten-basteln gelernt… und ab und zu noch ein bisschen was dazu gelernt…
    Aber leider reichen meine Programmierkenntnisse nicht aus, um so etwas selbst auf die Beine zu stellen.
    Trotzdem würde ich jeden Programmierer dazu ermuntern und ermahnen, mehr auf einen plattformunabhängigen, dezentralen Ansatz zu bauen. Am besten eben eine Synthese oder Symbiose zwischen zentralen Plattformen und dezentralen, Mesh-Network-Lösiungen, die notfalls auch ganz ohne Plattformen auskommen.

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